Effektiver arbeiten mit der 4-Tage-Woche

Weniger ist mehr? Effektiver arbeiten mit der Vier-Tage-Woche

Vollzeit zu arbeiten, das bedeutet in der Regel eine 40-Stunden-Woche abzuleisten. Hinzu kommen noch Überstunden, sodass in den meisten Fällen die Stundenbilanz deutlich höher ausfällt. Laut einer Studie von Eurofound liegt Deutschland europaweit an zweiter Stelle, was die Zahl der Überstunden bei Tarifverträgen angeht. Bei außertariflichen Anstellungen ist die Zahl der Wochenarbeitsstunden noch höher. Doch was macht diese viele Arbeit mit uns und wie viel Arbeit ist tatsächlich gesund? Wo liegt die Grenze zwischen Auslastung und Überlastung? Der britische Wirtschaftswissenschaftler David Spencer stellt eine eigene These auf und fordert die Vier-Tage-Woche. Er prognostiziert fittere Angestellte, die überdies effizienter arbeiten. In unserer Burn-out-Gesellschaft ein echtes Traumszenario für Beschäftigte wie auch Senior Manager.

 

Effektiver arbeiten mit der 4-Tage-Woche

 

Verplante Wochenenden bieten wenig Auszeit

 

Wer fünf Tage die Woche arbeitet, findet zu wenig Zeit für sich, meint Spencer. Zu kurz kommen Freunde, Familie und eigene Interessen. Bei der hohen Arbeitsbelastung, der der Einzelne heute ausgesetzt ist, sind zwei Tage Wochenende einfach zu wenig. Ein Großteil der Zeit geht für die körperliche und geistige Regeneration verloren. Es folgen Dinge, zu denen man unter der Woche nicht kommt, wie einkaufen, Hausarbeit und Ähnliches. So bleibt wenig Zeit übrig für echte Interessen jenseits der Arbeit. Deshalb sollten die Menschen mindestens drei, besser noch vier freie Tage in der Woche haben, fordert Spencer. Ein Fehler sei es aber, die Tagesarbeitszeit heraufzusetzen. Ideal sei eine 30-Stunden-Woche für eine optimale Work-Life-Balance.

 

Nur vier Tage arbeiten – geht das überhaupt?

 

Die Voraussetzungen dafür würde unsere Gesellschaft erfüllen. Zunehmende Automatisierung und Technisierung haben den Arbeitnehmer bei der Arbeit in großen Teilen ersetzt. Warum streben die Menschen dann nicht schon längst eine Verkürzung der Arbeitszeit an? Ein Grund könnte die Reduzierung der persönlichen Kaufkraft sein. Wer weniger arbeitet, verdient auch weniger. Doch für die Wissenschaftler, die für die Vier-Tage-Woche einstehen, ist das kein Argument. Der persönliche Gewinn des Einzelnen sei so überragend, dass er mit dem Zusatz an Konsum nicht aufzuwiegen sei. Menschen, die weniger arbeiten und mehr Zeit für sich haben, sind gesünder, fitter, weniger gestresst. Dazu kommt, dass diese Menschen weitaus effizienter arbeiten. Die Mitarbeiter sind motivierter und kreativer, sie sind bereit in kürzerer Zeit mehr zu leisten, schließlich winkt schon bald der wohlverdiente Feierabend und hier die mit persönlichen Werten gefüllte Freizeit.

 

Effektiver arbeiten mit guter Work-Life-Balance

 

Glasdoor hat eine Liste mit Berufen erstellt, die eine sehr gute Work-Life-Balance aufweisen. Experteer hat sich einige davon genauer angesehen und nachgefragt, warum hier die Work-Life-Balance so überragend ist. Im Resultat kamen dabei Berufe gut weg, die wenig Potenzial für Notfallszenarien und Krisensituationen aufboten. Ungeplante Ereignisse stellen Mitarbeiter an die Wand und lassen den Tages- oder Wochenplan durcheinandergeraten. Das Resultat ist Stress. Auch Berufe, in denen weniger berichtet sondern selbstständig entschieden wird, lassen Menschen effizienter arbeiten. Zu guter Letzt sind Berufe mit sehr langfristigen Zielvorgaben und einer kontinuierlichen Beschäftigung, wie zum Beispiel bei einer Führungskraft im SEO-Management, ein Garant für wenig Stress und eine exzellente Work-Life-Balance. Hier gibt es keine dringenden Termine, die Überstunden im Büro rechtfertigen würden.

 

Der neue Trend heißt Work-Life-Integration

 

Auch wenn die 30-Stunden-Woche für die meisten Spitzenkräfte noch in weiter Ferne liegt, eine etwas mildere Form existiert bereits. Work-Life-Integration beschreibt einen Arbeitsstil, der Berufliches und Privates nicht mehr strikt trennt. Das erlaubt Managern, den Tag entspannter zu planen. Am Nachmittag entspannt eine Stunde im Fitnesscenter einzulegen und danach noch mal an den Arbeitsplatz zurückzukehren ist hier erlaubt. Wer morgens erst noch für den geplanten Halbmarathon trainieren will oder das neue Kleid im Shoppingcenter holt, kommt später sicher entspannt und energiegeladen an den Arbeitsplatz.

Arbeitgeber, die Ihren Mitarbeitern die Freiheit lassen, selbst über Ihre Zeitplanung zu bestimmen, erhalten im Gegenzug volle Motivation und Angestellte, die effizienter und fokussierter arbeiten, Lust an beruflicher Weiterentwicklung haben und aktiv den nächsten Karriereschritt anstreben.

Experteer Experteer ist ein professioneller Karrieredienst, auf dem Senior Professionals und Executives über 80.000 ausgewählte Spitzenpositionen mit einem Gehaltsbenchmark ab 60.000 Euro finden.
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