Wie schaffen Sie das richtige Arbeitsumfeld?

Vor kurzem rief @newscred zu einem Twitter-Chat auf, das Thema war: Wie schaffen Sie eine zufriedene Arbeitskultur in Ihrem Unternehmen? Ich bin nun seit 8 Jahren berufstätig und habe 3 Studiengänge absolviert. Egal was mir also irgendjemand irgendwo erzählen möchte – eines habe ich verstanden: Eines der wichtigsten Hindernisse bei der erfolgreichen Umsetzung eines Projektes sind weder die Technik, die Werkzeuge und sonst irgendetwas raffiniertes sondern die Mitarbeiter und deren Arbeitsumfeld. Wie schaffen Sie also das richtige Arbeitsumfeld? Ich habe hier einen heißen Tipp aus dem Content Marketing …

So schaffen Sie ein gutes Arbeitsumfeld

@BrennerMichael A8: Culture starts with who you hire, promote and fire. Followed by goals and measures that reflect customer-centricity #ThinkContent

Es geht also nicht so sehr darum wie die Arbeitskultur definiert ist und welche Präferenzen sie repräsentiert – die einen brauchen morgens Kaffee, die anderen lieber Tee. Vielmehr geht es darum, die richtigen Typen für eine zufriedene Arbeitskultur von Beginn an zu rekrutieren.

Wie also können Sie das richtige Arbeitsumfeld schaffen? Welche Recruiting-Philosophie sollten Sie als CEO verfolgen?

Jeder hat eine andere Ansicht von ein und derselben Sache. Ich habe mich mit einem CEO eines Start-ups, Toby Ruckert von Unified Inbox, unterhalten:

Wir sind an 4 verschiedenen Orten weltweit vertreten. Ich stelle ungern mehr als 20-50 Mitarbeiter in einem Büro ein. Denn wenn man über 100 Kollegen hat bedeutet dies, dass man irgendwann niemanden mehr beim Namen kennt. Dadurch entsteht die Notwendigkeit bestimmter Abläufe, in denen die Rollen klar verteilt sind. Zudem gibt es keinen Zugewinn bei der Produktivität mehr, denn keiner fühlt sich mehr verantwortlich. Dadurch geht ein bestimmter Teil des privaten und beruflichen Lebens verloren.

Wenn man bedenkt, dass es sich hier um ein Unternehmen handelt, das „einfachere“ Kommunikation ermöglicht und sich dadurch stark darauf konzentriert unsere Produktivität zu erhöhen, dann erstaunt mich die Einfachheit und Tiefe dieses Gedankens. Vielleicht liegt es daran, dass Toby Ruckert ein Schwabe ist, denn dort gibt es viele dieser „Hidden Champions„.

Diese Unternehmen haben eine ganz besondere Einstellungsphilosophie: Angefangen von der Anstellung von lokalen Fachkräften über den Fokus auf Loyalität bis hin zu der Überzeugung, dass man die Leute, für die man arbeitet, kennen sollte um die Verbindung zu ihnen sicherzustellen. Für gewöhnlich handelt es sich dabei um Familienunternehmen, im denen mehrere Generationen zusammenarbeiten. Auch Toby Ruckert hat mit seinem Start-up einen Familienbetrieb gegründet.

Diese Unterhaltung über die „personalisierte Arbeiterschaft“ die vorsieht, Kollegen beim Namen zu kennen und eine motivierende und zufriedene Arbeitskultur zu schaffen, hat mich daran erinnert, wie die Philosophie bei der Einstellung von Arbeitskräften generell in dieser Region ist: Ein Arbeitsumfeld, in dem die Individuen wichtiger sind als der Prozess an sich (obwohl die Deutschen ja dafür bekannt sind extrem prozessorientiert zu sein :)).

Unified Inbox versucht diese Coffee-Shop-Kultur auf ihrer Webseite auszudrücken, indem es sich auf die Verbesserung der Produktivität und nicht des Prozesses konzentrieren. Es gibt eine großartige Auswahl an Add-ons, die sich auf die Idee eines Start-ups beziehen. Mir persönlich gefällt die Betonung von unter anderem „Strand“ und „keine Büros“ sehr gut. Neben ihrem Copywriter gefällt mir zudem das vorausschauende Employer Branding (#mustdowhenyouownastartupcompany).

Wie Sie von unseren Fotos erkennen können haben wir keine festen Öffnungszeiten unserer Büros. Um ehrlich zu sein, haben wir auch gar keine Büros. Wir arbeiten von zuhause aus, in einem Café oder einer Hotel-Lobby, am Strand, in Co-Working-Spaces (geteilten Büroräumen) oder den Büros unserer Freunde: Überall dort, wo wir am produktivsten sein können. (Unified Inbox, Webseite, aufgerufen am 16. September 2014)

Und, was ist Ihre Recruiting-Philosophie?

Dieser Artikel ist im Original auf Medium erschienen.



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