Wie Sie als Führungskraft reagieren, wenn Sie auf eine Frage keine Antwort wissen

Wie Senior Manager reagieren, wenn sie auf eine Frage keine Antwort wissen

Während Ihres wöchentlichen Abteilungsmeetings – vor 30 Mitarbeitern – stellt plötzlich einer die fatale Frage: “Wie sehen denn die Profit/Loss Margins in diesem Monat aus?” Sofort werden Ihre Handflächen schwitzig, Ihr Herz beginnt zu rasen, der Kopf ist wie leer gefegt. Wie reagieren Sie jetzt? Stopp. Bevor Sie eine wichtige Frage wie diese beantworten, sollten Sie einen Moment innehalten und sich sammeln. Wenn Sie jetzt loslegen, ohne nachzudenken, könnte Sie das Ihre Glaubwürdigkeit kosten – oder noch schlimmer, Ihrer Karriere schaden. Für Senior Manager und Executives auf C-Level haben wir heute ein paar Tricks zusammengestellt, mit denen Sie sich aus Klemmen wie dieser geschickt herausmanövrieren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie als Senior Manager reagieren, wenn Sie auf eine Frage keine Antwort wissen.

Wie Sie als Führungskraft reagieren, wenn Sie auf eine Frage keine Antwort wissen

Wie Sie reagieren, wenn Sie auf eine Frage keine Antwort wissen

Die Situation

Während Sie sich mit Ihren Mitarbeitern an der Kaffeemaschine unterhalten, kommt ein Kollege vorbei und fragt nach Informationen über ein sensibles Thema, das Sie lieber nicht in der Öffentlichkeit besprechen wollen.

“Lassen Sie uns das später diskutieren.”

Manchmal mag ein Mitarbeiter übersehen, dass seine Fragen lieber privat behandelt werden sollten. Andere versuchen vielleicht, diese Öffentlichkeit strategisch auszunutzen und sie zu überrumpeln. Aber davon sollten Sie einmal nicht ausgehen. Lassen Sie sich nicht auf dem falschen Fuß erwischen und versehentlich Details zu einem heiklen Thema preisgeben. Bieten Sie stattdessen ein privates Meeting an, um diesen Punkt in aller Ausführlichkeit zu diskutieren und die Hintergründe darzulegen. Damit verschaffen Sie sich Zeit – Zeit, um zu überlegen, wie Sie die Konversation händeln sollen. Wie viel muss der Mitarbeiter unbedingt wissen? Haben Sie alle Fakten parat? Sind Sie befugt, diese Informationen weiterzugeben? In einem privaten Gespräch können Sie die Situation besser kontrollieren.

 

Die Situation

Sie arbeiten mit Kollegen an einem Projekt, als sie plötzlich Details zu einem Unternehmensprozess wissen wollen. Einer, der vielleicht zum Allgemeinwissen gehört – doch die richtige Antwort ist Ihnen entfallen.

“Finden wir es gemeinsam heraus!”

Apple ist bekannt für seinen guten Kundenservice. Mitarbeiter von Apple werden darauf trainiert, diese Antwort zu geben, wenn sie sich einer Sache unsicher sind. Sie steht für eine positive Einstellung und die Bereitschaft, zu lernen. Einfach nur mit den Schultern zu zucken und Sie wirken schnell ignorant oder unmotiviert. Wenn Sie eine Frage, auf die Sie keine Antwort wissen, jedoch in eine Lerngelegenheit verwandeln, stärkt das Ihre Glaubwürdigkeit.

Die schlechteste Option ist in jedem Fall eine falsche Antwort. Denken Sie daran, dass Ihre Mitarbeiter die Antwort im Nu überprüfen können. Sie wirken dann nervös, unzuverlässig und unehrlich. Besser ist es zuzugeben, dass Sie nicht sicher sind, als etwas falsches zu behaupten.

 

Die Situation

Während eines Routine-Meetings spricht ein Mitarbeiter ein Thema an, über das Sie nicht mit ihm sprechen dürfen. Vielleicht, wie es um die Zukunft seiner Stelle bestellt ist, oder ob dieses Jahr Boni ausgezahlt werden.

“Ich fange einmal mit dem an, was ich weiß …”

Bestimmte Themen sind sehr sensibel. Wenn ein Mitarbeiter eines davon anspricht, erwartet er jedoch eine ehrliche Antwort. Transparenz ist für ein Unternehmen zwar essentiell, doch manchmal können Sie keine zufriedenstellende Antwort geben. Der Schlüssel zur Beantwortung Ihrer Frage liegt darin, ein möglichst akkurates Bild von der Lage zu zeichnen, ohne sensible Informationen preiszugeben. Wenn es beispielsweise darum geht, Gerüchte zu belegen oder zu entkräften, können Sie folgendermaßen reagieren: “Zu den Gerüchten selbst kann ich mich nicht äußern. Doch wie Sie wissen, war das letzte Quartal für unser Unternehmen nicht ganz einfach. Ich kann Ihnen jedoch sagen, dass ich Sie sofort informieren werde, sobald es eine Entscheidung gibt.”

Lügen Sie nicht. Reden Sie nicht um den heißen Brei herum. Antworten Sie direkt und beziehen Sie sich dabei auf den aktuellen Stand der Dinge – bleiben Sie dabei jedoch so vage wie nötig, damit Ihr Team nicht in wilde Spekulationen verfällt. Ein Mitarbeiter, der unsicher ist, wird sich auf jeden möglichen Hinweis stürzen, um seine Hypothese zu untermauern. Vermeiden Sie Wörter wie “Umstrukturierung, Budgetkürzung, Probleme” – Sie wollen schließlich keine Panikwelle verursachen. Sie müssen reagieren, wenn Sie auf eine Frage keine Antwort wissen – die Kunst, ist, zwischen ehrlich und vage zu balancieren. Zeigen Sie sich offen und authentisch – so schaffen Sie Respekt und Vertrauen und stärken Ihre Position als Führungskraft.



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