Selbstbeurteilung verfassen

Wie Sie die perfekte Selbstbeurteilung verfassen

Ihr Vorgesetzter mag seine eigene Auffassung von Ihrem Arbeitsstil haben. Damit Mitarbeiter jedoch ein besseres Gefühl für Ihre eigene Leistung bekommen, ist es gängige Praxis, sie um eine eigene Einschätzung zu bitten. Das klingt nach viel Aufwand, bietet Ihnen jedoch die Chance, Projekte hervorzuheben, in die Sie besonders viel Herzblut gesteckt haben. Sie können zeigen, welche Herausforderungen Sie über das Jahr hinweg gemeistert haben und die Gelegenheit nutzen, die Dinge aus Ihrer Sicht zu schildern. Wenn Sie eine Selbstbeurteilung verfassen, ist das eine große Chance für Sie, offen und selbstbewusst mit Ihrem Vorgesetzten zu kommunizieren. Nehmen Sie die Herausforderung an und zeigen Sie, warum Sie eine Bereicherung für das Unternehmen sind.

Selbstbeurteilung verfassen

 

Bereiten Sie sich vor

 

In einer perfekten Welt würden sich alle Projekte, an denen Sie arbeiten, selbst dokumentieren – mit allen Ergebnissen, KPI’s, dem Gewinn, jeder Art von Feedback. Wenn das nicht der Fall ist, ist das kein Grund zur Panik. Dennoch können Sie daraus für das nächste Jahr – oder auch die nächste Stelle – lernen: Es ist immer klug, seine Leistungen, Projekte und Verantwortungsbereiche aufzuzeichnen. Einfacher wird es, wenn Sie sich bei jedem neuen Projekt ein paar Notizen machen.

Im ersten Schritt tragen Sie alle relevanten Statistiken und Informationen zusammen. Das beinhaltet vor allem Zahlen – denken Sie an konkrete Aussagen, wie „Im ersten Quartal haben ich den Umsatz um 12 Prozent gesteigert, indem ich die internen Prozesse optimiert habe. So haben meine Mitarbeiter im Marketing viel Zeit gespart, die sie in die Ausarbeitung neuer Konzepte stecken konnten.“ Wenn Sie solche Behauptungen aufstellen, sollten Sie dafür sorgen, dass Sie diese auch belegen können.

 

Denken Sie nach

 

Zusätzlich zu den Statistiken und Fakten, sollten Sie sich überlegen, wie Sie sich seit der letzten Selbstbeurteilung oder dem letzten wichtigen Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten weiterentwickelt haben. Wahrscheinlich haben Sie dabei berufliche Ziele diskutiert. Diese können so einfach sein wie „pünktlicher sein“ oder auch so komplex wie „Mehr Seminare besuchen, um die Leistungen der Marketingabteilung zu verbessern.“ Notieren Sie, welche Ziele Sie das letzte Mal mit Ihrem Vorgesetzten besprochen haben und überlegen Sie, wie Sie sich diesen Zielen angenähert haben. Zum Beispiel könnten Sie schreiben: „Seit unserem letzten Gespräch am 18. Januar habe ich mit meinem direkten Vorgesetzten offen über meine morgendliche Arbeitszeit kommuniziert. Um sicherzustellen, dass ich spätestens um neun im Büro bin, nehme ich jetzt stets eine frühere S-Bahn, mit der ich um viertel vor neun ankomme.“ Oder Sie sagen, „Im Wissen, dass unsere Marketingabteilung neue Impulse braucht, habe ich ein zweiwöchentliches Meeting organisiert, bei dem ich meine Erkenntnisse und Ideen aus einigen Seminaren teile, die ich in der letzten Zeit besucht habe. Beispielsweise haben ich an der Konferenz ‚Innovation in Social Media‘ im Mai teilgenommen, …“

 

Blicken Sie in die Zukunft

 

Die meisten Senior Manager erwarten von ihren Mitarbeitern Motivation und Leistungsbereitschaft. Nennen Sie also nicht nur Ihre Erfolge der letzten Monate, sondern erwähnen Sie auch, welche Ziele Sie in nächster Zeit anstreben, und welche Pläne Sie sich hierbei zurechtgelegt haben. Wenn Sie eine Beförderung im Auge haben, können Sie darauf hinweisen, dass Sie Ihre Verantwortungsbereiche gerne ausweiten würden. Verhalten Sie sich aber nicht zu offensiv und wählen Sie Ihre Worte mit Bedacht. Versuchen Sie es mit: „Nachdem ich in den letzten Jahren die Marketingabteilung geleitet habe, konnte ich meine Führungsqualitäten ausbauen. Momentan bin ich für 12 Mitarbeiter verantwortlich. In Zukunft würde ich mich gerne weiteren Herausforderungen stellen und freue mich über die Gelegenheit, Weiterentwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens mit Ihnen diskutieren zu können.“

Wenn Sie Ihre Selbstbeurteilung verfassen ist es wichtig, dass sich darin nicht nur Selbstbewusstsein, sondern auch Authentizität und Offenheit wiederspiegeln. Wenn Sie wichtige Fragen zum Format und Inhalt haben, können Sie auch in der HR-Abteilung nachfragen oder einen Kollegen um Rat bitten, dem Sie vertrauen. Doch wenn Sie unsere Tipps berücksichtigen, sind Sie auf einem guten Weg. Sie werden sehen, wie eine gut formulierte Selbstbeurteilung Ihnen den Weg zu Ihrem nächsten Karriereschritt ebnen kann.



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