Headhunter of the Year: Der Countdown läuft…

2 Eigenschaften, mit denen Sie garantiert überzeugen

Sind wir nicht alle irgendwie jeden Tag Schauspieler? Wir bedienen Erwartungen, erfüllen Klischees, bestätigen Stereotype, spielen Rollen. Um Menschen zu gefallen, sie zu provozieren und auch zu überzeugen. Headhunter erklären, wie Sie sich authentisch präsentieren – und mit welchen Charaktereigenschaften Sie nachhaltig Eindruck machen.

Mit den charakterlichen Eigenschaften ist es so eine Sache. Entweder man hat sie oder man hat sie nicht. Klingt einfach, stimmt aber nicht. Natürlich gibt es diese Führungskraft, der eine geradezu „selbstverständliche“ Autorität anhaftet– ohne dass sie autoritär handelt. Natürlich kennen Sie alle den Chef, der mit leichter Hand und dabei gleichzeitig effektiv und auf Augenhöhe führt. Die gute Nachricht. Diese und vergleichbare Eigenschaften lassen sich bis zu einem gewissen Grad auch erlernen. Die schlechte Nachricht? Gibt es nicht. Diese Eigenschaften sollten Sie sich auf jeden Fall aneignen – falls Sie sie nicht ohnehin schon „draufhaben“: Authentizität und Offenheit für Neues.

Seien Sie authentisch

Hinter der inflationär verwendeten (und nur mit Mühe unfallfrei auszusprechenden) „Authentizität“ verbirgt sich nichts weiter als Werte wie Echtheit, Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit. Alles Eigenschaften, mit denen Sie als Führungskraft Ihr Team und Ihren Chef gleichermaßen beeindrucken können. In der Masse der Bewerbungen, die von Personalern und Headhuntern auf den perfekten Kandidaten hin durchkämmt wird, können Sie durch authentisches Verhalten im Gespräch wirklich dauerhaft im Gedächtnis bleiben. Petra Zorgati von Kienbaum Executive Consultants berichtet von einem Kandidaten, der im Interview genau das geschafft hat. „Der Kandidat, der mir wirklich nachhaltig in Erinnerung geblieben ist, hat wirklich eine absolut hundertprozentige Authentizität an den Tag gelegt. Er war absolut offen, ehrlich und bodenständig.“

Authentizität vermitteln Sie vor allem über Ihre Körpersprache. Eine Studie des Allensbach-Instituts hat ergeben, dass in Konversationen bis zu 55 Prozent auf die Körpersprache geachtet wird. Ein fester Händedruck zur Begrüßung zeugt von Selbstbewusstsein, ein lascher Handschlag, unablässiges Wippen mit den Beinen oder ständig wechselnde Sitzpositionen vermitteln Ihrem Gesprächspartner aber das Gegenteil. Dr. Michael Faller von der Baumann Unternehmensberatung mahnt in jedem Fall zur Authentizität: „Jede Form von Übertreibung bei Gestik und Mimik hat für Headhunter einen negativen Beigeschmack.“ Seien Sie einfach Sie selbst.

Wenn Sie Erfolge vorzuweisen haben, sollten Sie diese auch authentisch vermitteln. „Sprechen Sie über Ihre Erfolge und trauen Sie sich, im Job auch auf etwas stolz sein zu dürfen“, rät Karriereexperte Dr. Bernd Slaghuis. „Ihre innere Haltung entscheidet darüber, ob Sie als arrogant und eingebildet oder aber als stolz und selbstsicher rüberkommen.“

Seien Sie offen für Neues und für die Zukunft

In „3 Tipps, mit denen Sie Ihre Karriere boosten“ betonen wir, dass die Digitalisierung der Arbeitswelt die arbeitenden Generationen unterschiedlich herausfordert. Sie als Führungskraft müssen sich auf veränderte Rahmenbedingungen und Erwartungen auch Ihrer Mitarbeiter einstellen und diese möglichst gewinnbringend nutzen. Im Jahr 2020 werden die Millennials die Hälfte der erwerbstätigen Bevölkerung weltweit ausmachen. Höchste Zeit also für Sie, sich mit der neuen Generation – mit deren Antrieb und deren Erwartungen an Sie – zu beschäftigen: „Ein moderner Chef, der ein Team aus Millennials führen will, muss vor allem motivieren und kommunizieren können und sollte den Mut haben, neue Wege zu gehen“, sagt Kathrin von Hardenberg von der Personalberatung Indigo.

„Selbstreflexion, Offenheit für Neues und die Vermittlung von Sinn und Werten sind für Manager, die Millenials führen wollen, zentral“, ergänzt Headhunterin Simone Dappert von Konsultwerk. Offenheit ist aber nicht nur der Schlüssel für eine erfolgreiche Führung der Generation Y, sondern auch für die eigene geistige Beweglichkeit. Ohne die sacken Sie mit Sicherheit in die Komfortzone ab, in der man es sich zwar bequem einrichten kann, die aber für eine langfristige Zufriedenheit im Job nicht ausreicht. Halten Sie es lieber mit Steve Jobs: „Bleiben Sie hungrig. Bleiben Sie verrückt.“

Über den Autor

joergurbachJörg Peter Urbach ist Autor, Redakteur und Blogger aus Sprachleidenschaft. Seit mehr als 25 Jahren schreibt er. Für Print und Online. Konzepte. Geschichten. Fachartikel. Nach seinem Studium der Musikwissenschaft, Germanistik und Literaturwissenschaft arbeitete Jörg Peter als Editorial Manager im klassischen Musikbusiness. Als langjähriger Chefredakteur des Portals wissen.de weiß er, wie man Leser begeistert und Themen findet.

Wenn der gebürtige Kieler nicht schreibt, durchwandert und fotografiert er die Alpen. Oder lauscht der Oper. Mit Achtsamkeit.